Ortler-Umrundung, Tag 8

Das Übernachten in der Hütte ließ Te Araroa feeling aufkommen, 6 Leute in dieser kleinen Hütte, deutlich überbelegt, wie so oft auf dem Trail in Neuseeland. In der Nacht zog ein Gewitter über uns hinweg, wir genossen es in der Hütte schlafen.

Baito Mandria di Buse

Wiederum Warenwirtschaft bereits sehr früh morgens startbereit und brachen auf in Richtung Rabbi Joch. Zunächst jedoch wanderten wir auf dem Almenweg zur Malga Terzolasa, dann weiter zur Malga Cespedè, wo wir uns nochmals mit Käse und Speck versorgten.


Kurz nachher der Alm beginnt der extrem steile Anstieg zur Haselgruber Hütte kurz unterhalb des Rabbi Joches – wir hätten auch den längeren und etwas flacheren Weg nehmen können, aber auf dem Te Araroa ist man es gewohnt, dass die Wege, bzw. die Trails steil und direkt dem Berg hoch führen. Nach etwa einer Stunde des Aufstieges erreichen wir die Haselgruber Hütte, welche die Grenze zum deutschsprachigen Südtirol darstellt.

Auf dem Weg Nr. 12 wanderten wir dann weiter in Richtung Kirchberg Joch auf 2789 m. Am Ende weitet sich das Kirchberg Tal, es liegt eine wunderschöne Hochebene vor uns. Angenehm und leicht ansteigend geht es nun weiter, kurz vor dem Kirchbergjoch wird es wieder steil. Oben angekommen genießen wir die Aussicht und unser wohlverdientes Mittagessen.

Am Kirchberg Joch


Es ist ein Atemberaubendes Panorama mit Hintere Eggenspitze, Weissbrunnspitze, Zufrittspitze und in weiterer Entfernung können wir sogar das Hasenörl erkennen, mit 3259 der höchste Punkt auf unserer Wanderung rund um den Ortler. Vor uns liegt der Grünsee. Wir freuen uns schon auf den Apfelstrudel, den wir auf der Höchster Hütte genießen werden. Danach geht es auf dem Weg Nr. 12 weiter , zunächst vorbei an den Ruinen der inneren Pilsbergalm. Auf der äußeren Pilsbergalm wollten wir unsere Zelte aufschlagen, der Pächter schenkte uns jedoch keine Beachtung und auf klare Fragen gab er keine Antworten.

Also beschlossen wir in Richtung Tuferalm weiter zu wandern. Es war ein idealer Platz um unser Camp aufzuschlagen. Es gab Wasser zum Waschen und kochen. Langsam sank die Abendsonne hinter die Berge, die Stimmung war grandios. Plötzlich tauchte ein älteren Mann, der Pächter der Tuferalm auf und wollte uns zum Gehen auffordern. Hilde gelang es durch geschicktes verhandeln den Mann umzustimmen und so konnten wir bleiben und die wohlverdiente Rast genießen.

Camp in der Nähe der Tuferalm im hinteren Ulten Tal
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