Schlagwort: Ortler roundthemountain

Ortler-Umrundung Tag 9

Die Wettervorhersage für für ist nicht ideal

Heute werden wieder in den Vinschgau zurück kehren. Sehr früh machen wir uns wieder auf dem Weg. Die hintere Flatschberg Alm, die Alm die dem Deutschen Orden gehört liegt auf unserem Weg. Dort hätten wir auch übernachten können, 10 € für Übernachtung im Lager.


Für heute Nachmittag ist schlechtes Wetter vorhergesagt, aber die Wolken ziehen vom Vinschgau her in Richtung Ulten. Bei uns gibt es einen Wetterspruch: Ziehen die Wolken nach Ulten tut das Wetter gedulden. Also anders gesagt ich glaube kaum, dass es schlechtes Wetter geben wird, denn die Wolken werden vom Wind in Richtung Ulten geschoben.

Es ist eine mystische Stimmung, die Sonne scheint durch den Nebel, während wir auf dem Weg 148 im Flatschbergtal langsam in Richtung Hasenöhrl nach oben steigen. Kurz vor dem Talende, rechts über uns beeindruckend steil hoch über uns der Gipfel des Hasenöhrl. Es scheint so als ob es noch eine Ewigkeit dauern würde. Der Aufstieg ist mittlerweile wieder einmal extrem steil. Langsam aber stetig wandern wir nunüber Blockstein weiter nach oben. Das Joch ist endlich erreicht und es eröffnet sich ein überwältigender Blick in den Vinschgau und das Martelltal, der Gipfel des Hasenöhrl nun fast schon in greifbarer Nähe. Nur noch kurz und wir sich am Gipfel, atemberaubend, endlich können wir wieder den Ortler, die Königspitze und die weiteren majestätischen Gipfel der Ortlergruppe sehen.

Angekommen am höchsten Punkt, dem Hasenöhrl, im Hintergrund die Ortlergruppe


Der höchste Punkt auf unserer Wanderung rund um den Ortler ist erreicht. Das Hasenöhrl, einer der schönsten Aussichtsberge im Vinschgau zeigt sich von seiner Besten Seite. Bei diesem wolkenlosen Himmel schein die Weitsicht fast unendlich zu sein. .Wir können sogar die Hausberge von Hildes Heimattal sehen. Von den Schweitzer Bergen, über die Brenta Dolomiten, Dolomiten und Berge in Österreich sind zu sehen. Einfach phänomenal und eine schöne Belohnung für de vergangenen anstrengenden Tage.

Nachdem wohlverdienten Pause am Gipfel steigen wir in Richtung Vinschgau ab. Der Abstieg ist für ungeübte etwas beschwerlich und so brauchen wir relativ Algen bis wir endlich das Latschet Joch mit den Pfeilern für den Jochwaal erreichen. Etwa eine Stunde später haben wir unser letztes Zeltlager auf unserem Weg rund um den Ortler erreicht.

In der Nähe des Jochpfarrers haben wir unser Zeltlager aufgestellt

Ortler-Umrundung, Tag 8

Das Übernachten in der Hütte ließ Te Araroa feeling aufkommen, 6 Leute in dieser kleinen Hütte, deutlich überbelegt, wie so oft auf dem Trail in Neuseeland. In der Nacht zog ein Gewitter über uns hinweg, wir genossen es in der Hütte schlafen.

Baito Mandria di Buse

Wiederum Warenwirtschaft bereits sehr früh morgens startbereit und brachen auf in Richtung Rabbi Joch. Zunächst jedoch wanderten wir auf dem Almenweg zur Malga Terzolasa, dann weiter zur Malga Cespedè, wo wir uns nochmals mit Käse und Speck versorgten.


Kurz nachher der Alm beginnt der extrem steile Anstieg zur Haselgruber Hütte kurz unterhalb des Rabbi Joches – wir hätten auch den längeren und etwas flacheren Weg nehmen können, aber auf dem Te Araroa ist man es gewohnt, dass die Wege, bzw. die Trails steil und direkt dem Berg hoch führen. Nach etwa einer Stunde des Aufstieges erreichen wir die Haselgruber Hütte, welche die Grenze zum deutschsprachigen Südtirol darstellt.

Auf dem Weg Nr. 12 wanderten wir dann weiter in Richtung Kirchberg Joch auf 2789 m. Am Ende weitet sich das Kirchberg Tal, es liegt eine wunderschöne Hochebene vor uns. Angenehm und leicht ansteigend geht es nun weiter, kurz vor dem Kirchbergjoch wird es wieder steil. Oben angekommen genießen wir die Aussicht und unser wohlverdientes Mittagessen.

Am Kirchberg Joch


Es ist ein Atemberaubendes Panorama mit Hintere Eggenspitze, Weissbrunnspitze, Zufrittspitze und in weiterer Entfernung können wir sogar das Hasenörl erkennen, mit 3259 der höchste Punkt auf unserer Wanderung rund um den Ortler. Vor uns liegt der Grünsee. Wir freuen uns schon auf den Apfelstrudel, den wir auf der Höchster Hütte genießen werden. Danach geht es auf dem Weg Nr. 12 weiter , zunächst vorbei an den Ruinen der inneren Pilsbergalm. Auf der äußeren Pilsbergalm wollten wir unsere Zelte aufschlagen, der Pächter schenkte uns jedoch keine Beachtung und auf klare Fragen gab er keine Antworten.

Also beschlossen wir in Richtung Tuferalm weiter zu wandern. Es war ein idealer Platz um unser Camp aufzuschlagen. Es gab Wasser zum Waschen und kochen. Langsam sank die Abendsonne hinter die Berge, die Stimmung war grandios. Plötzlich tauchte ein älteren Mann, der Pächter der Tuferalm auf und wollte uns zum Gehen auffordern. Hilde gelang es durch geschicktes verhandeln den Mann umzustimmen und so konnten wir bleiben und die wohlverdiente Rast genießen.

Camp in der Nähe der Tuferalm im hinteren Ulten Tal

Ortler-Umrundung, Tag 4

Blick von Grasso die Solena in Richtung Bormio

Wiederum bereits um 07:00 Uhr startbereit. Zunächst wandern wir auf der Schotterstraße talaufwärts in Richtung Lago di Cancano. Nach etwa einer Stunde erreichen Grasso Solena, einer Piknik Area in der Nähe des Cancano Sees, die auch als Campspot geeignet wäre. Nun haben wir erstmals den Blick frei in Richtung Bormio. Auf einer Schotterstraße geht es nun weiter in Richtung Stilfser Joch Passstraße auf der wir einen kurzen Abschnitt gehen müssen.


Da alle genügend Nahrungsmittel im Rucksack haben müssen wir nicht unbedingt hinunter in die Stadt Bormio und so entscheiden wir uns die Stadt auf verschiedenen Trails und Forststrassen Wanderwegen in Richtung Valfurva zu umgehen. Wir ziehen vorbei an Höfen und kleinen Weilern bis ich Baita Presure.

Auf der Stilfser Joch Passstraße kurz vor Bormio
Valfurva über S. Antonio

Inzwischen ist es bereits 13:00 Uhr. Für Sandro ist nun mittlerweile die Zeit des Abschiedes gekommen. Unsere Wege trennen sich hier seine Wanderung führt ihn nun weiter in Richtung St. Moritz und da er heute noch eine weite Strecke vor sich entscheidet er sich in seinen weit sportlicheren Rhythmus den Weg weiter zugehen. Wir konnten ein schönes Stück wandern und konnten tolle Eindrücke gemeinsam erleben. Sandro wir wünschen Dir alles Beste und eine sichere und erlebnisreiche Wanderung nach St. Moritz.

Baita Presure

Während wir ein wohlverdientes Bier genießen braut sich uns gegenüber in der Valle di Rezzalo und am Gavia Pass ein schlimmes Gewitter zusammen. Es dauert nicht lange dann blitzt und donnert extrem und es regnet es in Strömen. Unter diesen Voraussetzungen will keiner mehr das Zelt aufschlagen. Angesichts dieses schlimmen Gewitters erlaubt uns die Hausherrin der Basta Ables im Speisesaal zu übernachten. Unsere Gedanken sind bei Sandro, der sich wohl mitten im Gewitter befindet und Schutz suchen muss.

Confinale di Sopra
Landschaft mit drohenden Gewitterwolken kurz von den Baite dell’Ables, Blick zurück Richtung Taleingang Valfurva
Baite dell’Ables

Ortler Umrundung, Tag 3

Montag, 11. August 2019. Die Nacht war kühl, bereits bei Sonnenaufgang sind wir wach und bereiten das Frühstück, packen das Zelt zusammen und sind bereits um 07:00 startbereit. Alle Arbeitsgänge werden im gewohnten Arbeitsablauf und in aller Ruhe ausgeführt, während wir in atemberaubender Umgebung den werdenden Tag bewundern können.

Zusammenpacken in aller Ruhe nach einem schmackhaften Frühstück

Weiter geht es nun ausgeruht und voller Tatendrang auf dem Goldsee Trail in Richtung Stilfser Joch. Das Gelände bleibt abschüssig, der Steig führt steil nach oben. Nach etwa einer Stund Aufstieg erreichen wir die Abzweigung zu Tartscher Alm, über Geröll Halden und Blocksteinfeldern gewinnen wir an Höhe. Als wir den Goldsee erreichen sind wir bereits fast eineinhalb Stunden unterwegs, die ersten Mountainbiker kommen uns in diesem sehr unwegsamen Gelände entgegen. Nun führt der Trail vorbei an den Verteidigungsstellungen österreichisch-ungarischen Monarchie, der Ortlerfront, ein Überbleibsel aus der Zeit des ersten Weltkrieges.

Rifuggio Garibaldi am Stilfser Joch

Als wir gegen 11:00 Uhr das Schutzhaus Garibaldi am Stilfser Joch erreichten, wurden wir von unzähligen Touristen nahezu überrannt, Mengen von e-Biker radeln lässig, locker und wild schnaubend mit hochroten Köpfen an uns vorbei. Nach kurzer Pause stiegen wir dann zum Umbrail Pass ab wo Christian auf uns warten wollte. Dort angekommen mussten wir erkennen, dass Christian wohl nicht mit uns weiter wandern wird. Wie sich dann aber später heraus stellte ist er erst viel später auf dem Umbrail Pass angekommen, wir haben uns schlicht verpasst.

Abstieg zum Umbrail Pass, die Grenze zwischen Schweiz und Italien.

Unter dem Piz Umbrail und der Punta di Rims steigen wir zur Bochetta di Forcola auf, wo wir auf Stellunge der italienischen Alpini aus der Zeit des ersten Weltkrieges treffen. Die Landschaft ist auf dieser Höhe, durchwegs über 2.500 m Meereshöhe karg aber eindrucksvoll und schön. Über uns zieht ein Steinadler seine Kreise, auf den kargen Hängen weiden Kälber. Nach etwa 1,5 Stunden Aufstieg erreichen wir dann die Bochetta di Forcola. Dort machen wir Pause, essen zu Mittag und genießen die Landschaft.

Aufstieg zur Bochetta di Forcola vom Umbrail Pass
Rundblick: Bochetta di Forcola mit Blick in die Valle Forcola

Der Weg 146 führt über die Bochetta di Penedolo zur Malga Penedolo. Der starke Wind macht die Wanderung in dieser Höhe unangenehm kühl. Die Landschaft erinnert leicht an so manche Gegend auf der Neuseeländischen Südinsel, viele schöne Erlebnisse und tolle Eindrücke werden wachgerufen.

Abstieg zur Malta Penedola: v. r. Hilde, Sandro, Sarah und Ruslan
Rast bei der Malga Pendolo

Bei Le Fornelle im Valle Forcola finden wir einen idealen Platz um alle Zelte an einem Ort aufzustellen. Es ist noch recht früh am Abend und wir genießen die Sonne, nehmen ein Bad im nahegelegen Bach und ruhen uns aus, denn morgen wollen wir sehr früh starten. Das Ziel ist mindesten Santa Catarina Valfurva, eine Strecke von ungefähr 30 km wird zu wandern sein.
Seit dem Stilfser Joch wandern wir nun auf dem Sentiero Italia, einem rund 6.800 km langen Wanderweg, der von Triest über die Alpen, den Apennin hinunter, quer durch Sizilien und Sadinien führt.

Campspot in der Valle Focola, Platz für alle 6 Zelte gefunden

Ortler Umrundung, Tag 2

Keine Schlossgeister. Die Nacht in der Tschengls Burg war angenehm und entspannend. Gut erholt waren wir bereits früh morgens startbereit, die Zimmer wieder aufgeräumt und nach dem Frühstück bereits kurz nach sieben Uhr startbereit.
Leider verschlimmerten sich die Schmerzen in Christians Fußgelenk, sodass er beschloss die Wanderung zu unterbrechen. Nach einem Tag Pause möchte er uns am Umbrail Pass wieder treffen und für eine kürzere Strecke wieder mit uns weiter wandern. Nach dem Abschied wandern wir in Richtung Prad vorbei an dem schön gelegenen Ottilia Kirchen und an den Kornäckern von Karl Perfler, dort wo der „Weltenkornkreis“ steht, ein Kraftort wo die Nationen gezwungen sind miteinander zu kommunizieren, ein Ort wo Lösungen für die Zukunftsprobleme ausgearbeitet werden, so der philosophische Schlossherr Karl Perfler.

Vor der Tschengls Burg, Christian nimmt Abschied, vielleicht begleitet er uns ab dem Umbrail Pass wieder

Die Pferdebremsen sind im einfachen leicht abschüssigen Gelände sehr lästig, wohl ein Zeichen dafür, dass wir mit einer Wetterumstellung zu rechnen haben. Nach dem Dorf beginnt nun der lange, teilweise steile Anstieg in Richtung Stilfs, vorbei am Mitterhof, dem Archaik Weg entlang. Bereits vor Stilfs wandern wir auf dem Weg Nr. in Richtung Schartalm weiter. Ein steiler Anstieg, der mit den schweren Rucksäcken einiges an Mühe abverlangt. Dann wandern wie weiter auf dem Almweg in Richtung Stilfser Alm, wo wir aus dem Rucksack zu Mittag essen und anschließend einen wohlverdienten und sehr schmackhaften Apfelstrudel essen.

Der steile Anstieg zur Schartalm
Kurze Pause auf der oberen Stilfser Alm, Mittagessen und Dann folgt das wohlverdiente Dessert bevor es dann weiter geht in Richtung Stilfser Joch
Jay, Hilde und Ruslan auf dem Weg zum Goldsee Trail

Nach der Stärkung wandern wir dann schließlich auf dem Goldseeweg in Richtung Stilfserjoch. Der Ortler auf der gegenüberliegenden Seite zeigt sich nur zaghaft; selten und dann nur für kurze Zeit schaut er ganz scheu aus den Wolken. Wanderer sind außer uns keine zu sehen, dafür aber immer wieder Mountainbikern, die wohl über dem Goldseeweg vom Stilfser Joch kommen. Die Zeit ist schon recht vorgeschritten, der steile Anstieg hat unser Tempo stark verlangsamt, sodass wir bereits vor der Furkel Hütte uns nach geeigneten Campspots umschauen. Voraussetzung sind fließendes Wasser und genügend flache stellen für sechs Zelte.

Einmal vorbei an der Furkel Hütte wird der Steig wieder ziemlich steil und das Gelände sehr abschüssig, keine guten Aussichten einen passenden Campspot zu finden. Angesichts dieser Voraussetzungen beschließen wir in Richtung Tartscher Alm weiter zu wander. Doch vor uns liegen nun einige Geländestufen, vielleicht ein gutes Zeichen, wenn auch noch Wasser vorhanden ist. Eine dieser Geländestufen scheint fast ideal zu sein, Wasser ist vorhanden und mit etwas mühe lassen sich auch sechs einigermaßen flache Plätze für die Zelte finden.

Stimmungsvoller Ort für ein Nachtessen, nur für kurze Zeit war der Gipfel des Ortler zu sehen

Der Aufbau der Zelte ist rasch, wir sind ja alle geübt darin, nur Hilde braucht Unterstützung, da sie zum ersten Mal ihr Einmann Zelt im Einsatz hat. Nach dem wohlverdienten Abendessen genießen wir noch den Sonnenuntergang am Ortler. Die Temperaturen fallen auf einer Höhe von 2.500 m rasch und so verkriechen wir uns in unseren Zelten. Nur Sandro bleibt länger draußen, er will noch die Abendstimmung fotografisch festhalten.

Abendstimmung mit König Ortler im Hintergrund

Ortler Umrundung, Tag 1

Nachdem wir gestern spät zu Bett gegangen sind, beschlossen etwas später zu starten. Gegen halb Zehn haben noch letzte Einkäufe getätigt und sind nun bereit für den Start zu unserer Rundwanderung um den Ortler. Die Luft ist schwül und heiß.
Nach der Verabschiedung durch meine Eltern geht es endlich los. Zunächst ist es einfaches Wanderung bis zum Latschender Waal, dann folgt die erste großer Herausforderung, der sehr steile Aufstieg zu den Annaberger Böden. Dort angekommen haben wir einen tollen Ausblick in Richtung unterer und oberer Vinschgau. Die Graslandschaft erinnert etwas an die Neuseeländische Südinsel, erstmals kommt richtiges Te Araroa feeling auf.

Nach ungefähr einer Stunde anstrengender Wanderung haben wir die Annaberger Böden erreicht;
ein herrlicher Ausblick
Über den Schweine Weg in Richtung Vinschgauer Oberland

In der heißen Mittagssonne wandern wir entlang des Vinschger Sonnenberges in Richtung Oberland. Über mehrere Höhenstufen hinauf zu den Laaser Leiten. Dann stiegen wir wieder hinab in das Tal um die Talseite zu wechseln. Nach etwas 7 Stunden Wanderung und ca. 29 km erreichen wir schließlich die Tschengls Burg. Dort stärken wir uns mit seinen leckeren Nudeln, Ravioli und Nocken und philosphieren mit dem Burgherren Karl Perfler über den „Welten Kornkreis“, ein Kornhöcker für jede Nation. Dort im Kornacker „stehen die Nationen nebeneinander und diskutieren miteinander um die Probleme der Zukunft zu lösen“.

Im 1.000 Jahre alten Turm, der Speisekammer der Tschengls Burg:
Viele Kohlenhydrate nach einer anstrengenden Wanderung am Vinschgauer Sonnenberg
Unten: die Köstlichkeiten, serviert vom Burgherren persönlich

Müde und erschöpft nach dem ersten Tag sind wir froh, dass und der Burgherr die Möglichkeit bieten in der Tschengls Burg zu übernachten .

Die Tschenglsburg wurde im ausgehenden 13. Jahrhundert erbaut. Dort wo die Tschenglsburg errichtet wurde, existierte bereits der um das Jahr 1000 errichtete Bergfried.

Mitte: Karl Perfler, der Philosoph

Die Zeit bis zum Start

Die Zeit verging im Sommer wie im Flug. Gisela hatte viele Kunden zu behandeln und auf den Feldern ging die Arbeit nicht aus. Die Vorbereitungen auf unsere Wanderung mussten auf das notwendigste reduziert werden.

Camp auf dem Vinschger Höhenweg in der Nähe von Matatsch

Die Wanderung auf dem Vinschger Höhenweg im Frühsommer war unsere einzige längere Wanderung bis zur Ortler Umrundung. Körperlich fühlten wir und stark und wir merkten bei dieser Wanderung, dass wir rasch wieder in Form kommen.
Ab Mitte Juli spielte im Vinschgau das Wetter etwas verrückt. Kaum ein Tag verging ohne, dass es ein Gewitter oder zumindest Regen gab. Spannend wurde es dann schließlich als es in Richtung 9. August ging. Laut Wettervorhersage sollte es die nächsten 10 Tage immer wieder regnen, alles andere als das in dieser Zeit übliche schöne Wetter.

Am 7. August kamen dann die ersten Freunde hier in Latsch an. Sarah kam mit dem Zug aus Venedig; sie fuhr mit dem Fahrrad von Freiburg nach Venedig. Ruslan, der von Moskau nach Bergamo flog, reiste mit dem Bus nach Meran von wo ich ihn abholte. Jay kämm am 8. August fuhr dem Zug von Bremen nach Bozen, wo wir ihn abholten. In der Zwischenzeit waren auch Sandro und Christian aus der Schweiz bei uns zu Hause angekommen. Auch Hilde reiste am späteren Nachmittag an.

Nach der freudigen Begrüßung und einem gemeinsamen Abendessen wurden die Erlebnisse in Neuseeland und die Erinnerungen an den Te Araroa ausgetauscht bevor es noch richtige Vinschger Marillen Knödel zum Dessert gab.

Von links nach rechts: Sarah, Ruslan, Jay, Klaus Hilde, Gisela, Sandro und Christian

Ortler Umrundung (roundthemountain)

Am 29. Juli 2018 standen wir am Gipfel des höchsten Berges in Südtirol, dem Ortler. Bereits im 2017 fassten wir, Gisela und Klaus, den Entschluss rund um diesen schönen Berg und seine Nachbargipfel zu wandern.

Der Ortler, hinten rechtes und seine Nachbargipfel gesehen von der Hinteren Schöntauf Spitze

Zaghaft machten wir uns an die Planung.
Als im Jahr 2018 in Sulden der neue Ortler Höhenweg eröffnet wurde versuchten wir nun Nägel mit Köpfen zu machen. Eine Wanderung von Hütte zu Hütte entsprach ganz und gar nicht unseren Vorstellungen, den wenn Du einmal die Freiheit des Wandern auf dem Te Araroa kennen gelernt hast lässt Du dich kaum mehr einengen und an vorgegebene Etappenziele binden. Wandern solange es Dir gefällt ist die Devise. Hast Du einen idealen Campspot entdeckt kann der Wandertag auch schon mal früher zu Ende sein.

Und so legten wir unser zu Hause in Latsch als Start- und Zielort fest. Nach einigen weiteren Überlegungen stand dann die Route größtenteils fest, gewandert soll im Te Araroa Style werden. D.h. mit Zelt, Schlafsack, Essen im Rucksack, we sagt man so schön „self sufficient“. Über die Annaberger Böden, weiter entlang des Vinschger Sonnenberges. Bei Eyrs auf die andere Talseite wechseln und dann zur Stilfser Alm, über das Stilfser Joch nach Bormio. Von dort zum Gavia Pass, weiter nach Pejo dann in das Rabbi Tal und schließlich über das Ultental auf dem Hasenöhrl und dann zurück nach Latsch.

Danach ging es in die Detailplanung.
Mithilfe der App von Outdooractive konnte dann die detaillierte Planung erfolgen: 200 bis 220 km und 11.000 bis 14.000 Hm, je nach gewählter Route und Schwierigkeitsgrad.

Die geplante Route runde um das Ortler Massiv für durch die Regionen Lombardei und Trentino/Südtirol und entlang der Grenzen des Stilfser Joch Nationalparks

In der Folge haben wir dann unseren Freunden vom Te Araroa unser Vorhaben erzählt, die Begeisterung war durchwegs recht groß. Deshalb haben Gisela und Ich (Klaus) uns entschieden Freunde vom TA zu unserer Wanderung einzuladen. Sandro und Christian aus der Schweiz, Ruslan aus Moskau, er lebt schon seit Jahren in Neuseeland, Jörn und Sarah aus Deutschland. Die Mannschaft wurde noch durch Hilde, eine Bekannte von Gisela ergänzt. Es dauerte dann eine ganze Weile bis es uns gelang ein für alle passendes Datum zu finden. Schließlich passte der 9. August 2019 für alle, ein guter Zeitpunkt, denn normalerweise ist Anfangs bis Mitte August bei uns hier das Wetter ziemlich stabil. Mit dem näher rückenden Termin stieg in mir die Nervosität. Fragen wie, haben wir die richtige Route gewählt, werden wir immer einen passenden Campspot finden, bleiben wir ohne Verletzungen beschäftigte mich immer intensiver und bereitete mit so manche schlaflose Nacht.

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