Tararua Range

Die Tararua Range ist eine Gebirgskette im Süden der Nordinsel. Die Nähe zum Meer und die bis zu 1500 m hohen Berge  verursachen häufig einen Stau der sehr feuchten Meeresluft. Es bilden sich Wolken, die sich vor allem an den Westhängen des Gebirgszuges ausregnen. Die Tararuas sind für rasche und nicht leicht vorhersagbare Wetterumschwünge bekannt. Im Durchschnitt regnet es an den Flanken der Gebirgskette zwischen 5.000 bis 8.000 mm. Nur an 80 Tagen im Jahr hat man in Tararuas klare Sicht.

Der Trail führt entlang des Bergkammes. Am Montag abends hatten wir noch herrliches Wetter

Bei schönstem Wetter sind wir am frühen Morgen, des 8. Jänner aufgebrochen. John vom Makahika Outdoor Center erklärte uns noch den neuesten Wetterbericht, der leider schlechtes Wetter, viel Regen und Sturm für die nächsten Tage voraussagte. Dieser Tag war zum Glück schön, vor allem gegen Abend hin hatten wir wolkenlosen Himmel. Der Aufstig zu Waiopehu Hut war nicht sonderlich schwierig, der Ausblick dort oben herrlich. da es aber noch früh war sind wir zur nächsten Hütte, der Te Matahiwi Hut weiter gewandert. Steil ging es weiter über mehrere Bergkuppen, der Weg durch das Tussock Gras und die Sträucher (Leatherwood) war nicht mehr so angenehm. Sehr oft mussten wir über umgefallene Bäume steigen oder drunter durch kriechen.  Gegen Abend erreichten wir dann die Matahiwi Hut.

Nächsten Morgen bewahrheitete sich dann leider die Wettervorhersage. Nur noch Nebel, starker Wind und Regen. Der Trail führte schon bald wieder in offenes Gelände steil nach oben. Der Wind trieb Nebel und Regen über die Bergkämme, nur in der Nähe konnte man dunkle Schatten erkennen wenn es wieder ein Mal extrem steil nach oben ging. Auf dem Weg zur Dracophyllum Hut kamen wir dann in einen wunderbaren Wald, wie einem Zauberwald. Die Bäume Zentimeter Dick mit Moos  überwachsen soweit man nur sehen konnte. Bei diesem Nebel und Regen eine Herrliche Stimmung.

Immer weiter führte der Weg entlang des Grates mal extrem steil nach oben bzw. nach unten, dann wieder durch moosüberwachsene Bäume und dann wieder weiter nach oben entlang des Bergkammes in Richtung Nichols Hut, die wir gegen 15:00 Uhr bei strömenden Regen erreichten. In der Hütte war bereits Jessica beim  Feuermachen, so dass wir uns wärmen und unsere Kleider trocknen konnten.

Überfüllte Nichols Hut

Nach und nach tauchten weitere Wanderer in der für 6 Schlafplätze ausgelegten Hütte. Bis zum Schluss waren wir dann insgesamt zu 11 in dieser Hütte. Am nächsten Morgen brachen wir auf um über den Mount Crowford, dem ausgesetztesten Teil  dieses Abschnittes zu wandern. Es regnete stark, der Wind blies kräftig und man sah nur etwa 10 m weit. Nach einigen kleineren Klettereinlagen schafften wir die Überschreitung. Was dann folgte, war ein Abstieg, den wir bisher noch nicht erlebt hatten, 1300 Hm, nass, teilweise rutschig und extremst steil. Nach etwa 5 ,5 Stunden erreichten wir dann bei starkem Regenfall endlich die Waetewaewae (sprich: Wai ti wai wai) Hut. Eine eher neue und recht geräumige Hütte.

Am Mount Crowford

Auch am Tag darauf wanderten wir nur eine kurze Strecke um Giselas Fußgelenk zu schonen. Nach den ganzen Regenfällen der letzten Tage verwandelte sich der Trail teilweise in einem See. Das heutige Ziel war die Parawai Lodge, ein Tramping Club Hut, die wir nach etwas mehr als 5 Stunden erreichten. Am nächsten Morgen wanderten wir dann der Straße entlang durch die Otaki Gorge in Richtung Waikanae an der Kapiti Coast. Die Tararuas, eines der ganz großen Highlights am Te Araroa Trail hatten wir damit hinter uns.

Hängebrücke über den Otaki River

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Der lange Weg in Richtung Tararua Range

Am 3. Januar, meinem Geburtstag, haben wir unsere Wanderung Richtung Süden fortgesetzt. Nach einer traditionellen Verabschiedung im Haus unseren neuen Freunde George und Rob in Whanganui brachte und George zurück zum Holiday Park. Rund 1 1/2 Stunden dauerte die Wanderung bis ins Stadtzentrum von Whanganui. Nach einer kurzen Besichtigung verließen wir die Stadt um entlang des verkehrsreichen SH 3 in Richtung Turakino zu Wandern. Die Straße war laut, nur sehr wenig Platz zum Wandern und manchmal auch nicht ganz ungefährlich.

Einer der wenigen Monmente ohne Verkehr

Es war mühsam nach der langen Unterbrechung wie zu Fuß unterwegs zu sein. Nach ca 4 Stunden hatten wir die mehr als 20 km auf dem SH 3 hinter uns gebracht. Aber um unser  Ziel, Turakino Beach, zu erreichen mussten wir noch weitere 9 km in Richtung Küste weiter wandern. Dort erlebten wir dann am Abend den bisher schönsten Sonnenuntergang in Neuseeland. Ganz überraschend und passend zum Sonnenuntergang brachte ein Dorfbewohner für die die 7 anwesenden TA-Wanderer Bier und Fish and Chips.

Am nächsten Morgen gings es zunächst der Küste entlang und später dann auf einer Schotterstraße in Richtung Santoft und von dort die nächsten beiden Tage weiter in Richtung Palmerston North. In weiter Ferne sah man dunkle Gewitterwolken aufziehen und es dauerte dann auch nicht lange bis der Regen kam. Trotz Regenschutz waren wir bis auf die Haut durchnässt als wir am 5. Januar und nach 100 km endlich unser Ziel in Palmerston North erreichten.

Am 6. Januar erreichten wir dann schließlich die offizielle Halbweg Marke am Te Araroa Trail der uns wieder in die Berge und durch den Bush führte.  Unser letzter Stop vor den Der Tararua Rang war das Makahika Outdoor Persuits Center. Der Trail führte uns entlang des Tokumaru Rivers, den wir samt seinen Seitenbäche sicher mindestens 30-mal überqueren mussten. Im Outdoor Center dürfen TA-Hiker kostenlos übernachten und dort erhält man auch die Wettervorhersage für die nächsten Tage in der Tararua Range, die für uns leider nichts Gutes verhießen: ein Tag mit  schönem Wetter die weiteren Tage mit Regen, teilweise auch Starkregen und Sturm.  Mit ungutem Gefühl sind wir dann doch in die Tararuas aufgebrochen.

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Whanganui River Trip

Der Whanganui River ist der drittlängste Fluss Neuseelands. Auf beiden Seiten des Flusses befinden sich naturbelassene Regenwaldgebiete und widerspiegelt wie kein anderer großer Fluss die Vielfalt Neuseelands. Der Fluss windet sich in unzähligen tiefen Schleifen, in tiefen, scharfkantigen Tälern durch den Regenwald.

Obwohl  Gisela nicht gerade ein Freund des Wassersports ist haben wir eine fünftägige Canoefahrt von Wakahoro nach Whanganui gebucht. Am 28. Dezember Kam nach der üblichen Einschulung dann das Erwachen, denn auf diesem Fluss mehrere Stromschnellen, die bei niedrigem Wasserstand schwieriger zu fahren sind als bei normaler Wasserführung, und wir hatten gerade recht niedrigen Wasserstand, da es schon seit 2 Monaten kaum mehr geregnet hatte. Aber nun gab es kein zurück mehr.
Am Fluss angekommen wurde die Ausrüstung nochmals überprüft, die Verpflegung in den Fässern wurde in den Canoes verstaut und festgezurrt. Alles nochmals schnell überprüft und schon ging es los. An einem kleinen Nebenfluss konnten wir Bekanntschaft mit unserem Sportgerät machen.

Bereits nach einigen 100 Metern waren wir am Whanganui River angelangt. Von nun an war die Strömung stärker und schon bald konnten wir in kleineren Stromschnellen Erfahrung für die noch kommendem größeren sammeln.
Die Fliessgeschwindigkeit wechselte sehr häufig, mal ging es gemächlich und dann wieder mit hoher Geschwindigkeit an den steilen Felswänden vorbei. Der Regenwald mit den oft sehr mächtigen Bäumen an den Felswänden war beeindruckend, das gleiten durch diese Landschaft herrlich.
Die Whanganui River Canoe Fahrt ist sehr beliebt, die Campingmöglichkeiten im oberen Flussabschnitt sind aber begrenzt, deshalb muss man die Camps im Voraus buchen. Die ersten beiden Tage waren recht angenehm. Am zweiten Tag erreichten wir Mangapurua Landing. Um mal wieder etwas Bewegung in den Beinen zu haben wanderten wir zur Bridge to Nowehre ein Zeugnis, aus dem frühen 20 Jhdt, für den vergeblichen Versuch die bewaldeten Hügel am Whanganui River zu besiedeln.

Am dritten Tag kam dann die Herausforderung, es waren einige schwieriger zu fahrende Stromschnellen zu meistern. Schon von weitem könnte man erkennen, dass wir die erste größere Stromschnelle erreicht hatten. Es standen Menschen auf den Sandbänken und beobachteten jeden der die Schwierigkeit zu meistern hatte. Applaus gab es für diejenigen, die ohne zu kentern hindurch kamen. Die ersten beiden Stromschnellen schafften wir ohne größere Schwierigkeiten, aber die dritte hatte es dann in sich. Es war eine Stromschnelle mit sog. stehenden Wellen bei niedrigem Wasserstand, den wir ja hatten. Wir zielten genau in die Mitte, wir waren schon fast durch, doch dann drifteten wir leicht nach rechts ab, ein Welle kippte das Canoe, sodass es sich mit Wasser füllte und schon waren wir gekentert. Am Ufer mussten das Wasser aus dem Boot und den Fässern leeren dann ging es weiterhin Richtung Pipiriki. Und kurz davor kenterten wir zum zweiten Mal weil ich nicht rechtzeitig in die Strömung einlenkte. Beide waren wir nun demoralisiert und wollten eigentlich die Canoefahrt hier beenden, so wie es alle anderen gemacht haben. Da wir aber bis Whanganui gebucht hatten mussten wir weiter, es gab keine andere Möglichkeit. Mutterseelenallein waren wir nun auf dem Fluss unterwegs, verunsichert und keine Ahnung was noch auf uns zu kommen wird. Nach einem Zwischenstop in Jerusalem paddelten wir weiter bis Matahiwi, wo wir am Marae unser Zelt aufschlagen durften.

Am 31. Dezember hatten wir nur einen kurzen Tag bis zur Downs Hut, wo wir Silverster feiern wollten. Anfangs dachten wir, dass wir die Hütte nur für uns ganz alleine haben werden, doch nach und nach trudelten weitere Te Araroa Hiker ein, sodass wir bis zum Schluss zu siebt waren.

Am 1. Januar mussten wir dann 45 km bis Whanganui paddeln. Die letzten 23 km des Flusses sind den Gezeiten ausgesetzt. Wir hatten Glück, denn als wir diesen Abschnitt erreichten setzte gerade die Ebbe ein, sodass wir mit der Strömung nach Whanganui paddeln konnten. Die letzten km waren dann trotzdem hart, wir konnten nach fünf Tagen kaum noch sitzen und waren heilfroh endlich am Whanganui Holiday Park angekommen zu sein.
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In Whanganui wurden wir bereits von Geoge und Rob erwartet. Nach einer traditionellen Maori Begrüssungzeremonie führten uns Rob und George durch ihren wunderschön und geschmackvoll angelegten Garten. Rob erklärte uns den tieferen Sinn und die Bedeutung verschiedener Objekte in der Maori-Kultur.
Wir genossen zwei sehr intensive Tage mit unseren neuen Freunden, lernten einen Teil ihrer Familie kennen und wurden richtig gefüttert, dass wir die nächste schwere Etappe durch die Tararua Range besser überstehen

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Tongariro

Nahe der Ketetahi Shelter, im Hintergrund Lake Rotoaira

Am 43. Tag unserer Wanderung und nach 1.139 km auf dem Te Araroa Trail erreichen wir eines der ganz großen Highlights auf unserem Weg nach Süden, den Tongariro Nationalpark. Er ist der viert älteste Nationalpark der Welt und ist sowohl UNSECO Weltnaturerbe als auch Weltkulturerbe. Hier befinden sich die drei Vulkane Mt Tongariro, Mt Ngaurohoe und der Mt Ruapehue. Der Mt. Ruapehue ist der in letzter Zeit aktivste der drei Vulkane. Die jüngste Eruption fand am 25. September 2007 statt. Dabei durchschlug ein Gesteinsbrocken das Dach der Ketetahi Hut, die seit dieser Zeit nur mehr als Unterstand genutzt wird.

Im Central Crater, im Hintergrund der Red Crater und der Mount Ngauruhoe (Mt Doom)

Im Tongariro Nationalpark wurden einige Filmszenen der Trilogie Herr der Ringe gedreht. Unter anderem ist der Mt. Ngauruhoe in Herr der Ringe der Mount Doom.
Am Mittwoch, den 20. Dezember wanderten wir zu dieser erwähnten Ketetahi Shelter. Gisela wartete hier um ihr noch immer geschwollenes Fußgelenk zu schonen. Ich wanderte weiter um die Seen und den Red Crater zu sehen. Da an diesen Tag Sturm vorhergesagt war, Windgeschwindigkeit bis 90 km/h und die Temperatur bis – 4 Grad Celsius wurden viele Touren abgesagt. Nur wenige Touristen waren oben in den Kratern unterwegs, die Stimmung war phantastisch.

Red Crater und Mt Ngauruhoe

Emerald Lakes

Die Nacht verbrachten wir gemeinsam mit Armory, ein TA-Hiker aus Frankreich, in der Ketetahi Hut. Der Wind wehte so kräftig, dass
die Hütte krachte, es war so laut, an schlafen war kaum zu denken. Um 2:00 sind wir dann aufgestanden um rechtzeitig bei Sonnenaufgang am Gipfel des Mt. Tongariro zu sein.
In sternenklarer Nacht erreichten wir zunächst den Zentralkrater. Der Aufstieg zum Red Crater war schwierig, ein extrem steiler Pfad im Schotter, Dunkelheit und der Wind hatte Sturmstärke erreicht, Gisela taumelte zeitweise. Ich ging zurück, packte sie beim Arm und so stiegen wir gemeinsam weiter auf. Gegen 4:50 Uhr dann der Sonnenaufgang, überwältigend in dieser Umgebung.

Mt Ngauruhoe bei Sonnenaufgang (21.12.2017)

Beim Abstieg zur Mangatepopo Hut waren wir Anfangs noch alleine aber bald schon kamen uns die ersten Touisten entgegen, dann ab halb Zehn war es nur noch eine Kolonne, es werden wohl insgesamt über 1.000 Leute gewesen sein.

Auf dem Mangatepopo Track mit Blick auf den Mt Ruapehue

Die Taranaki Falls

Wakapapaiti Valley Track bei Nebel

Gisela bei den Silica Rapids

Monster Kiwi aus Holz in National Park Village

Am 22. Dezember erreichten wir National Park Village. Im YHA haben wir uns für die nächsten Tage eingemietet, wir wollen die nächsten Tage etwas ausruhen, haben nur kleinere Touren eingeplant, doch es ist sehr schlechtes Wetter vorhergesagt. Wir werden hier unsere Weihnachtsferien machen. Am 26. Dezember geht es dann weiter in Richtung Wakahoro. Von dort starten wir unseren Whanganui River Trip, 6 Tage mit dem Canoe nach Wanganui.

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42 Traverse

Am Montag, 18. Dezember starten wir in Richtung 42 Traverse. Eine Mitarbeiterin des Holiday Parks bringt uns zurück auf den Trail, dann beginnt eine 27 km lange Wanderung auf Asphalt- und Schotterstraßen nach Owhango entlang der Hikumutu Road. Diese ist erst seit heuer (2017) Teil des TA-Trails um den vielbefahrenen und gefährlichen SH 4 zu umgehen. Der Trail wurde dadurch um rund 20 km länger dafür aber sicherer. Auf der Straße kommen wir recht zügig voran und erreichen gegen 14:30 Uhr Owhango.

Wanderung entlang der Hikumutu Road

Von nun an geht es auf der 42 Traverse in Richtung Tongariro Base Camp weiter. Nach etwa weiteren 10 km haben wir unser Zelt unter Bäumen aufschlagen. Mittlerweile haben wir km 1109.

Hotel 1109, nachts mit zweifachem Sternenhimmel

Die Nacht war sternenklar, hinter uns in den Farnkräutern sahen wir auch eine Art von Sternenhimmel, es war das Leuchten der Glühwürmchen, fluoreszierende Raupe, die mit ihrem Licht Insekten anlocken. Sehr früh am Morgen kamen dann auch schon die ersten Hiker an uns vorbei. Nachdem wir etwa eine Stunde unterwegs waren trafen wir zwei neue TA-Wanderer, Marion aus Belgien Armory aus dem Bordeaux und Marion aus Belgien.

Auf der 42 Traverse trafen wir weitere TA-Hiker

Die Wanderung auf der 42 Traverse war recht angenehm, wir kamen zügig voran. Gegen Mittag überquerten wir den Wakatepopo River, das Wasser stieg uns bis über die Knie und war recht kühl aber angenehm, denn so wurden die Füße etwas gekühlt.

Schwieriger Waione Coker Track, rutschig, teilweise zugewachsen 

Der weitere Weg führt über dann den Waione-Coker Track entlang, dieser ist viel steiler mit sehr tiefen Spurrillen von 4-Rad Fahrzeugen, manchmal richtig zuwachsen und bei regen sehr rutschig.  Nachdem wir dann den SH 47 erreichten führte uns der Te Araroa Trail dann durch dichtem Bush zum Tongariro Base Camp, wo wir gegen 16:00 eintrafen. Die 42 Traverse war in 2 Tagen geschafft.

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Taumaranui

Heute, 26. Dezember steht nur eine „kurze“ Etappe auf dem Plan, 26 km bis nach Taumaranui, eine 5.000 Seelen Gemeinde am Ende des  Forgotten World Highway und Tor zum Tongariro Nationalpark.

Nebel auf der Backroad nach Taumaranui

Nachdem wir Ongarue passiert haben wandern wir ca. 15 km auf  einer Schotterstraße in Richtung Taumaranui. Hin und wieder donnern  LKWs an uns vorbei und wir verschwinden in einer Staubwolke.

In der Stadt trifft wieder einmal ganz zufällig eine größere Gruppe an TA-Hikern im Holiday Park zusammen, Stacy und Celina, Pete, Cassady und Sandra sind auch schon da.

Zeltdorf der TA-Hiker im Taumaranui Holiday Park

Spätestens hier in Taumaranui gilt es die Planung für die nächsten Abschnitte zu machen. Essen für den Tongariro Crossing und die Whanganui Flussfahrt ist einzukaufen und zu verschicken. Da der Whanganui River einer der  10 Great Walks ist müssen Campingplätze gebucht werden bevor man ein Canoe mieten kann.

Essen für die nächsten 15 Tage, Tongariro und Whanganui River Trip

Da wir seit nunmehr mehr als einem Monat ohne Pause unterwegs sind legen wir hier in Taumaranui einen Ratstag ein um alles in Ruhe organisieren zu können und auch um uns von den Anstrengungen der letzten Tage auszuruhen und um die sehr leckeren Fisch Burger genießen zu können.

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Timber Trail, die 1000 km Marke ist erreicht

Trotz der leichten Verletzung von Gisela konnten wir den 84 km langen Timber Trail in nur 2 Tagen wandern. Das erreichen der 1.000 km Marke auf dem Te Araroa Trail gab uns wohl den nötigen Motivationsschub. An 2 Tagen hintereinander wanderten wir jeweils einen Marathon und benötigten dafür ungefähr 23 Stunden.

Der Pureora Forest Park ist eine ca. 78.000 ha große geschützte Zone. Hier gibt es eine Menge an über 1000 Jahre alten Podocarpen (Steineiben). Dieser Wald ist einer der größten intakten Wälder mit einheimischen Arten.

Nahezu 1/3 der Strecke ist geschafft.

Entlang des Timber Trails gibt es mehrere spektakuläre Hängebrücken

Auf der ehemaligen Eisenbahntrasse in Richtung Ongarue

Der Weg diente im frühen 20. Jahrhundert der Holzbringung. Damals waren die leicht zugänglichen Wälder bereits gerodet und man versuchte die schwerer zugänglichen und abgelegeneren Gebiete zu nutzen.

Heute werden diese ehemaligen Wege und teilweise auch Bahnstrecken als kombinierter Mountainbike und Wanderweg genutzt. Seit kurzen ist der Timber Trail auch Teil des Te Araroa Trails.

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Mangaokewa, die Herausforderung

Von diesen Trail kursieren in verschiedenen Foren wahre Horrorgeschichten.  Wir waren schon ganz gespannt auf diesen Abschnitt. Anfangs war der Trail sehr angenehm durch native Bush.

Später wandern wir durch taunasses hohes Gras und binnen kurzer Zeit sind wir durch und durch nass. Es ist ein schöner Tag, eine unglaublich beeindruckende Landschaft und der Weg wider Erwarten recht gut. Wir wandern an einer Picnic Area vorbei, der Weg wird schön langsam schwieriger aber doch problemlos zu bewältigen.  Vorbei an Picnic Area 2, von nun an hat es der Weg in sich, stark abschüssiges Gelände ist zu queren, schmale bis nicht vorhandene Auftritte, bei schlechtem Wetter oder nassem Untergrund sicherlich ein Alptraum. Wir hatten Glück, es hatte lange nicht mehr geregnet, der Boden war trocken, dennoch waren einige heikle Stellen zu bewältigen. Vom Pfad ging es manchmal senkrecht einige Meter in den Bach hinunter.


Zwei- dreimal waren unpassierbare Stellen zu umgehen. Steil ging es den Berg hinauf um dann später wider zum Bach hinunter zu führen. Bei einem der Abstiege stieg Gisela aus versehen in ein Loch und verletzte sich zum Glück nur leicht am Knöchel. Ich setzte schnell  einige Bowen- und Emmett Griffe zu setzten u. Die Auswirkung der Verletzung zu minimieren, die Verspannung löste sich langsam. Es ging weiter dem Fluss hinauf und nach  ca. 7 Stunden erreichten wir eine Forststrasse. Weiter ging es dann auf einer Schotterszrasse, der Mangaokewa North Road auf der wir auch den nächsten halben Tag weiter durch das Tal, vorbei an riesigen Schaf- und Rinderfarmen sog. Stations, nach oben wanderten.

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Te Kuiti, hier geben die Schafe den Ton an

Am 11. Dezember erreichen wir Te Kuiti, die Welthaupstadt der Schafscherer. Der Weg führt zunächst über Farmland. Im hohen Gras ist es schwierig zu navigieren, Markierungen sind kaum zu finden. Nach etwa einer halben Stunden verlassen wir das Farmland und es geht ab in den Bush.

Nun sind wieder steile Auf- Abstiege zu meistern, doch sehr rasch erreichen wir wieder Farmland. Immer wieder müssen einem Zaun folgen, der Weg führt schnurgerade über Hügel, steil hinauf und ebenso steil wieder auf der anderen Seite hinunter.

Bevor wir die Vororte von Te Kuiti in Sicht bekommen müssen wir noch eine Hügelketten umgehen, der Weg führt durch Felder auf denen nun auch Kühe weiden, diese haben im aufgeweichten Boden tiefe Spuren hinterlassen. Auf dem unebenen Boden ist es fast so anstrengend zu gehen wie durch die Northland Forests. Weiter oben am Hügel beherrschen die Schafe das Bild. Gegen 14:30 Uhr erreichen wir die Stadt, die Vorstadt sieht etwas herunter gekommen aus.

In dieser Stadt müssen wir Essen für die nächsten sieben Tage einkaufen. Mir graut schon vor dem Gedanken, dass wir den ganzen Proviant für die nächste recht schwierige Etappe tragen müssen.

Im New World versorgen wir uns mit dem Nötigsten – outch der Rucksack ist schwer. Weiter geht es in die Stadt, wo wir einen Fisch Burger essen und ein Bier trinken. Später, so gegen 16:00 Uhr geht es dann weiter in Richtung Mangaokewa Campgrounds. Dort darf man frei campen. Als wir dort ankommen sind bereits mindestens 20 Leute da, die campen, Grillen und einfach die Umgebung genießen.

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Von Hamilton nach Waitomo

Am 6. Dezember sind wir gegen 11:00 Uhr im Hamilton gestartet. Unser Ziel war so nahe wie möglich an den, unter TA-Hikern, berüchtigten Pirongia Summit hin zu wandern.

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